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Was ist Parodontitis?

Bei Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und einer Erkrankung des umliegenden Knochens (Parodontitis) gerät der Zahnhalteapparat in Mitleidenschaft. Das heimtückische an dieser Erkrankung ist der stille und schmerzfreie Verlauf. Das Zahnfleisch und der Knochen ziehen sich zurück, der Zahn lockert sich, bis er Beschwerden macht und entfernt werden muss. 40-70 % der Erwachsenen sind  von dieser Volkskrankheit betroffen, Tendenz steigend.  

Was sind die Ursachen für Parodontitis?

Die Parodontitis ist ein multifaktorielles Geschehen, das viele Ursachen hat, wie z. B. Mikroorganismen, Allgemeinerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Rauchen, Medikamente, Stress, Ernährung und Vererbung. Nach einigen Stunden bildet sich auf den Zähnen ein bakterieller Zahnbelag, auch Biofilm genannt, der Toxine ausscheidet die schädlich für Zahnfleisch und Kieferknochen sind. Neuere Studien haben nachweisen können, dass ein Vitamin-D-Mangel wesentlich zu dieser und anderen Erkrankungen beiträgt.

Wie wird Parodontitis behandelt?

Die Parodontitis wird nach einem Stufenplan behandelt:

Zunächst wird das Gebiss im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung optimal von harten und weichen Belägen gereinigt. Der  Patient wird über Ernährungsfehler informiert und der Vitamin D-Spiegel eingestellt. Anschließend findet eine intensives Training der Zahnpflege mit Motivation durch Aufklärung der Zusammenhänge statt. Bei der Nachkontrolle nach einigen Wochen werden die restlichen Beläge beseitigt, die Zahnpflege überprüft und der Patient remotiviert. In den meisten Fällen hat sich dann das Krankheitsbild der Parodontitis deutlich gebessert, manchmal ist sie sogar verschwunden. Wenn überstehende Füllungsränder oder Kronen eine Zahnpflege verhindern, sollte an diesen Stellen eine Korrektur durchgeführt werden.

Wenn weiterer Behandlungsbedarf besteht, wird der Zahnarzt die Zahnfleischtaschen gründlich unter lokaler Anästhesie reinigen (geschlossene Kürettage). Meistens kann der Patient so nach einigen Monaten geheilt nach Hause geschickt werden. Er muss allerdings in regelmäßigen Abständen Kontrolle und Reinigungen durchführen lassen, sonst ist das Behandlungsergebnis nicht stabil.

Bei schwierigen Krankheitsbildern sind kleine Operationen am Zahnfleisch notwendig (offene Kürettage), mit oder ohne Antibiotika. In vielen Fällen können hier sogar therapieresistente Parodontitiden verlangsamt oder gestoppt werden.

 

Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie // Renz A et al.: Psychological interventions to improve adherence to oral hygiene instructions in adults with periodontal diseases (2007) // Beirne PV et al.: Routine scale and polish for periodontal health in adults (2007)

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