Amalgamsanierung
Der Werkstoff Amalgam wird seit über 100 Jahren in der Zahnmedizin verwendet. Immer wieder wird über die Schädlichkeit dieses Materials diskutiert und die Meinungen gehen oft auseinander.
Die Hälfte dieser Legierung besteht aus Quecksilber, einem Element, dass durchaus toxische Auswirkungen haben kann. Ist es allerdings gebunden in einem "Amalgam", wird nur wenig davon in den Körper freigesetzt. Die meisten Menschen kommen damit zurecht, wie mit vielen anderen Schadstoffen aus Umwelt und Ernährung. Im Einzelfall kann man allerdings beobachten, dass dieses Material nicht mehr toleriert wird und entfernt werden muss.
Diese Allergie / Unverträglichkeit kann durch eine Epikutan-Test geprüft werden und/oder mittels eines komplementären Diagnoseverfahrens (EAV, Pulstestung, Physioenergetik, o.ä.). Dabei ist es sinnvoll, ein Alternativ-Material herauszufinden (Zemente, Kunststoffe, Goldlegierungen, Keramiken). In vielen Fällen ist es angebracht eine spezielle Ausleitungstherapie (Entgiftung) mit den unterschiedlichsten Medikamenten durchzuführen.
Bei der Amalgamentfernung sollte sorgfältig auf den Schutz von Patient und Personal geachtet werden. Der Kiefer wird mit einem Gummischutz (Kofferdam) abgedeckt, um zu vermeiden, dass Amalgamreste im Mund verteilt und verschluckt werden. Eine Überdruckmaske über der Nase verhindert, dass der Patient die Quecksilberdämpfe beim Ausbohren einatmet. Nach der Entfernung dieses Metalls reduziert eine Mundspülung mit einem Lösungsmittel oder einer speziellen Alge die Schwermetallbelastung. Meistens werden die Zähne dann als Übergangslösung mit Zementen versorgt und erst zu einem späteren Zeitpunkt endgültig behandelt.
Eine kontinuierliche Betreuung durch spezialisierte Therapeuten ist für einen Behandlungserfolg sinnvoll.

Kofferdam zur schonenden Entfernung von Amalgam
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